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Back to the Future: The Game

Genre Check
Ein Point and Click Adventure wird nur mit der Maus gespielt, in dem ein Charakter durch eine Umgebung bewegt wird und mit Gegenständen und Personen in Aktion treten kann um Rätsel zu lösen. Das Rätsel Lösen steht dabei im Vordergrund und fördert Kombinationsfähigkeit und Erinnerungsvermögen.



Die Kulttrilogie von Regisseur Robert Zemeckis – in 5 Episoden auf PC – und das als Point and Click Adventure … ein Muss für uns! Wir haben Marty, Doc und Einstein mit dem De Lorean entlang der verschiedenen Zeitachsen rund um Hill Valley geschickt und viele bekannte Orte und Personen wieder getroffen. Trotz nicht weniger kleiner Fehler in den Spielen lohnt sich die Serie durchaus. Vor allem weil dem Spielenden eine völlig neue Geschichte erwartet.

 

Genre: Point & Click Adventure

Entwickler: Telltale Games

Plattform: PC (iPad, MAC, PS3)

Erscheinungsdatum: Dezember 2010

USK: keine Angabe

total-verpLANt e.V.: ab 6 Jahren



Sie sind der Doc, Doc!

In den Spielen Back to the Future Episode 1-4 steuert der Spielende Marty McFly in klassischer Point & Click Adventure Art mit der Maus und der Tastatur durch diverse Zeiten und Schauplätze. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Geschichte durch das Lösen von Rätseln voranzubringen. Hierbei stehen dem Spielenden mehrere Orte, Gegenstände und Personen gleichzeitig zur Verfügung. Der Schlüssel zum Erfolg ist der Dialog mit den Charakteren und gutes Zuhören. Wie in den meisten Point and Click Adventures werden dem Spielenden auch in Back to the Future: The Game Erinnerungs- und Kombinationsvermögen von Informationen und Gegenständen abverlangt.

Das Spiel wird vor allem bei Fans der Filmreihe einen hohen Wiedererkennungswert haben, da die Originalcharaktere, Schauplätze und der Original Soundtrack benutzt wurden, um daraus eine neue Geschichte zu formen. Während die ersten zwei Episoden im Jahr 1986 und zur Zeit der Prohibition in den 30er Jahren spielen und die Tannens mal wieder die Ursache allen übels sind, geht es in den Folgeepisoden u.a. um eine alternative Zukunft, in der auch mal der Doc selber im Mittelpunkt steht. Dabei greifen die Handlungen der verschiedenen Spieleepisoden ineinander, ein weiteres Merkmal aus den Filmen. Durch das Experimentieren mit dem legendären De Lorean als umgebaute Zeitmaschine geraten Doc und Marty in die Vergangenheit und finden sich dort direkt in Schwierigkeiten wieder. Beim Versuch den eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen, ändern Doc und Marty unwissentlich ihre eigenen Zeitachsen und erleben nach der Reise zurück in die Gegenwart ein verändertes Hill Valley. Und schon ist der Handlungsrahmen für die zweite Episode gesteckt.

In Back to the Future: The Game begegnen dem Spielenden immer wieder ähnliche Rätselmuster, sodass der Einstieg relativ leicht ausfällt. Der Schwierigkeitsgrad steigt in den Episoden leicht aber stetig an, sodass vor allem Anfänger des Genres an die Hand genommen werden. Sollte der Spielende einmal nicht weiter wissen, kann er auf eine ausführliche Hilfefunktion zurückgreifen, bei der der Spielende nach Wunsch kleine oder größere Tipps zum weiteren Vorgehen bekommen kann.

 

Unser Urteil

In Back to the Future werden die Zeitachsen rund um die Familie McFly, Tannen und des Doc Emmet Browns ordentlich durcheinander gebracht. Uns erwartete dabei ein gesunder Mix aus alten bekannten und neuen Elementen.  Wir sind als Kenner von Zurück in die Zukunft und auf Grund der Tatsache, dass das Spiel von Telltale Games stammt (Experten für Point and Click Adventure wie Tales of Monkey Island, Wallace und Gromit, Jurassic Park, Sam & Max uvm.) mit einer gewissen Erwartung an das Spiel herangegangen.

 


Gameplay

Die Entwickler von Telltale Games hätten ruhig mehr Zeit dafür verwenden können, das Gameplay zu optimieren. So steuert der Spielende Marty des Öfteren gegen Wände oder Autos, oder die Auswahloptionen in den Dialogen sind nicht immer verständlich. Erschwerend kommt hinzu, dass die Freiheiten des Spielenden sich lediglich auf Gehen, mit Personen Sprechen und grundlegende Interaktionen beschränken. Es gibt zwar ein paar gute Ansätze wie das Klettern auf fahrenden Autos oder das Schmeißen eines Stocks, damit Einstein abgelenkt ist. Davon haben wir uns allerdings mehr gewünscht. Wie toll wäre es gewesen, selbst ein Hoverboard durch das Spiel zu lenken! Die Entwickler steigern sich jedoch: das Gameplay verbessert sich  leicht von Episode zu Episode.

 

Grafik / Sound

Das Spiel zeigt einen Cel-Shading (Comic) Grafik Look mit gelungenen Beleuchtungseffekten und Schärfentiefen. Der Comic Look hat sich im Point and Click Adventure Genre etabliert und ist unserer Meinung nach durchaus hier angebracht. Das Spiel ist sowohl für schwächere als auch für leistungsstärkere Computer geeignet. Das Spiel sieht auf den höchsten Einstellungen wirklich gut aus, allerdings können durchaus größere Grafikfehler auftreten. Die große Vielfalt an Gesichtsbewegungen der Charaktere lassen diese sehr lebendig wirken, obwohl die Körperbewegungen an sich leider etwas steif ausfallen.

Wir haben sowohl die deutsche als auch die englische Sprachausgabe des Spiels getestet. Synchronisiert sind die Charaktere mit ähnlichen, aber leider nicht mit den Originalstimmen aus der Filmtrilogie. Zudem sind die Dialoge in der deutschen Version zumindest in der ersten Episode häufig abgehackt. Wichtige Informationen aus Dialogen bleiben dem Spieler somit verborgen. Aber die Tatsache, dass der Original Soundtrack zu hören ist, lässt diese Schönheitsfehler in den Hintergrund rücken.
 

Fazit

Das Spiel richtet sich durch seinen Wiedererkennungswert hauptsächlich an Kenner der Filme und somit an ältere Spieler. Es versucht aber auch, durch seinen leichten Schwierigkeitsgrad jüngere Spieler anzusprechen. Diese Kombination ist ein Kompromiss, durch den einiges an Potenzial auf der Strecke bleibt. Dennoch sind die Back to the Future Titel (auch trotz der kleinen Fehler) eine der ansehnlichsten Point and Click Adventure die es momentan gibt. Die ersten vier Episoden sind bereits sowohl über Steam als auch über die Herstellerseite erhältlich.



  

14. Juni 2011 - 11:17
( chriz )

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